Abbildung 1: Selbst brillante Ökonomen können Geld verspielen.

“Quelle: Edwards, F. R. (1999). Hedge funds and the collapse of long-term capital management. Journal of Economic Perspectives, 13(2), 189-210.”
Einleitung
Meine Vorbereitungen für die Rezension des Buches Money Magic von Laurence J. Kotlikoff ließen mich in einem Wikipedia-Kaninchenbau versinken. Besonders die Zeit, in der ich versuchte, die Ideen hinter dem Merton-Samuelson-Theorem zu begreifen, führte dazu, dass ich stundenlang die Wikipedia-Seiten von Robert C. Merton und Paul Samuelson konsultierte, beeindruckt von ihren gewaltigen Beiträgen zur Wirtschaftswissenschaft. Ein Ereignis in Mertons Leben interessierte mich jedoch besonders: seine Beteiligung am Hedgefonds Long-Term Capital Management (kurz: LTCM), dessen Zusammenbruch 1998 fast zu einer globalen Finanzkatastrophe geführt hätte. Neugierig auf das Thema und nicht ganz zufrieden mit der entsprechenden Wikipedia-Seite, fand ich glücklicherweise den hervorragend geschriebenen Artikel Hedge Funds and the Collapse of Long-Term Capital Management von Franklin R. Edwards. Der Artikel beschreibt nicht nur den zeitlichen Ablauf des LTCM-Zusammenbruchs auf interessante Weise, sondern erklärt auch die Funktionsweise von Hedgefonds und warum sie scheitern können. Tauchen wir also ein.
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